Fotodruck aus der Hosentasche – Der HP Sprocket im Test

Zugegeben: Drucker sind nicht unbedingt ein sexy Produkt, sondern fallen eher in die Kategorie „Notwendige Anschaffung“. Das will aber HP mit seinem kleinen Lifestyledrucker HP SPROCKET jetzt ändern. Der Fotodrucker aus der Hosentasche will sich als Party-Accessoire etablieren. Doch kann er das Polaroid-Feeling aus längst vergangenen Zeiten zurückholen? Wir haben es mal ausprobiert.

Der HP SPROCKET ist ein kleiner, leichter Drucker. Kaum größer und schwerer als ein übliches Smartphone. Damit passt er in jede Hand-, Jacken- oder Hosentasche. So hat er schonmal die erste Hürde genommen, um sich als dauerhafter Partybegleiter zu beweisen. Der kleine stylische Kasten – erhältlich in verschiedenen Farben und Mustern und an den Kanten etwas rundgelutscht – ist wertig verarbeitet. Man fühlt keine Grade oder scharfe Ecken und das Gerät liegt gut in der Hand.

Der SPROCKET auf der Party

Die erste Reaktion war irgendwie immer die Gleiche, wenn man ihn präsentiert: „Wow, was hast du da?“ Und plötzlich hatte man eine kleine Traube von Menschen um sich. Allerdings fallen dann doch zwei Unterschiede auf: die ältere Generation bekommt nostalgische Gefühle, weil sie sich an frühere Polaroid-Zeiten erinnert fühlt. Die junge Generation, die Fotos wahrscheinlich nur aus Fotoboxen kennt, ist begeistert, dass es das jetzt auch zum Mitnehmen gibt.

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Eigentlich sollte es in Zeiten des Smartphones niemanden mehr von den Socken hauen, wenn man das Ergebnis seiner Party-Fotokünste sofort sehen kann, doch der SPROCKET hat seinen Charme. Die Ausdrucke sind zwar rein objektiv betrachtet qualitativ nicht so hochwertig, als wenn man sie zu Hause auf einem Fotodrucker ausgibt, doch für den Partyschnap(s)schuss und der Momenterinnerung völlig ausreichend. Die Farben werden manchmal etwas verfälscht und die Konturen sind etwas unscharf – aber hey, ist das nicht auch irgendwie vintage?

Ausdrucken vom Handy

Das Koppeln mit dem Handy geht über Bluetooth schnell und problemlos, ist aber leider nur mit einem Smartphone möglich. So müsste man den SPROCKET neu koppeln, wenn Freunde auch Fotos ausdrucken wollen. Oder man schickt sich die Bilder vorher zu, was aber auch mit einem Qualitätsverlust verbunden ist. Die hauseigene HP Fotoapp ist recht pragmatisch. Bilder kommen aus der Galerie, können aber auch von Instagram, Facebook oder GoogleFotos aus der Cloud geholt werden. Vor dem Ausdruck können die Bilder noch mit Text, Rahmen oder Emojis versehen werden. Hier hat HP das Rad nicht neu erfunden, aber die App tut was sie soll und bekommt auch im Playstore durchweg gute Bewertungen.

Drucken ohne Tinte

Tintenpatronen braucht man für den Sprocket übrigens nicht – wo sollte man die auch hinstecken? Hier kommt die ZINK-Technologie zum Einsatz, bei der sich die Farbpigmente bereits im Papier befinden. Damit kommen wir aber auch zum einzigen Manko des SPROCKET: Fotospaß mit Folgekosten. Ein Paket mit 20 ZINK-Blättern kostet ca. 8 Euro. Ein 50er Blattpaket zwischen 20 und 25 Euro. Damit kostet jedes Bild zwischen 30 und 40 Cent. Das ist zwar billiger als für Polaroids, aber jeden Schnapschuss auszudrucken könnte die Partykasse dennoch sprengen.

Fazit: Der Sprocket schafft es den Charme der Polaroid wieder auf die Party zu bringen. Und vermutlich werden ihn die Anbieter von Fotoboxen verteufeln. Man darf bei den Fotos jedoch nicht die Qualität eines Fotodruckers erwarten. Und auch die Folgekosten für die Fotos sollten nicht unterschätzt werden. Wem es aber um ein nettes Party-Gimmick und das Polaroid-Feeling geht, der sollte sich den SPROCKET mal genauer anschauen. Auf jeden Fall kann man mit dem Hosentaschendrucker die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Tags: HP, Sprocket, Test

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